stundenlange zugfahrt = endlich weiterarbeiten am nächsten buch

Eigentlich wollte ich schon letzte Woche und am Wochenende weitermachen, aber ich war erkältet (bzw. bin es noch, aber langsam geht’s wieder). In dem neuen Buch geht es um menschliche Kommunikation und Software-Programmierung (bzw. z.T. -Entwicklung). In einem Monat muss ich das Manuskript abgeben…

Projekt: Über/Strom — Blog und Buchreihe

Ich habe in den letzten Wochen ab und zu Sachen „rebloggt“, die in einem neuen Blog- und Buchprojekt erscheinen, das von Dr. Uta Buttkewitz (Universität Rostock) und mir herausgegeben wird. Das Projekt trägt den Titel „Über/Strom — Wegweiser durchs digitale Zeitalter“ und ist auf zehn Jahre angelegt — sozusagen auf die „neuen Zwanziger Jahre“, also 2020 bis 2030. Wir gehen von der These aus, dass im kommenden Jahrzehnt wichtige Weichenstellungen in technologisch-gesellschaftlicher Hinsicht geschehen werden. Über/Strom ist eine Buchreihe, die zu aktuellen medientechnischen Entwicklungen dieser Zeit und vor allem zu deren ganz lebensweltlichen, auch alltagspraktischen Folgen für Individuum und Gesellschaft Stellung nimmt. Verschiedene Autor*innen nehmen dabei aus ihrer je eigenen wissenschaftlichen Perspektive ein konkretes Thema in den Blick.

Die Reihe ist Technik nicht abgeneigt, im Gegenteil sind wir davon durchaus fasziniert. Verbindendes Element ist aber die Wahrnehmung, dass die Gesellschaft durch immer neue Variation technologischer Entwicklung und neue unerwartete Technikfolgen, metaphorisch gesprochen, unter Strom steht. In unserer Beschreibung des Projekts drücken wir das wie folgt aus:

„Die Welt scheint in rasendem Tempo zu drehen, und wir sind mittendrin in diesem Flirren. Aber wo genau? Die Beiträge der Buchreihe und begleitend die Blogbeiträge beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Fragen:

  • Verändern sich menschliche Beziehungen, und wenn ja, wie?
  • Welchen Stellenwert hat heutzutage noch das ‚alte‘ Analoge?
  • Wie können wir mit Künstlicher Intelligenz leben?
  • Wo bleiben nicht-männliche (weibliche, diverse, *) Blicke auf die Digitalisierung?
  • Wie verändern sich Arbeitsbedingungen und Arbeitsverhältnisse?
  • Wie lässt sich persönliche Identität in einer projektbezogenen Arbeitswelt stabil halten?
  • Was heißen Inklusion und Diversität in einer ‚smarten‘ globalen Gesellschaft?
  • Wie helfen uns Erzählungen, Geschichten, Mythen heute noch?“

Obwohl die ersten Bücher der Reihe bereits konzipiert sind, sind wir offen für Vorschläge, die auch gern interdisziplinär sein dürfen — gerade die Verbindung von Geisteswissenschaften mit Technik und/oder Naturwissenschaften ermöglicht spannende Perspektiven.

Endlich da: Die Unschuld der Maschinen nun auch gedruckt

Gestern sind meine drei Belegexemplare meines Buches „Die Unschuld der Maschinen“ angekommen, d.h. nun ist auch die Druckversion käuflich zu erwerben (im Springershop schon jetzt, bei Amazon Mitte bis Ende nächster Woche; das E-Book gibt es schon seit knapp 2 Monaten).

12th floor

Ich bin gerade schon wieder in Berlin bzw. dieser räumlich begrenzten Touristenblase zwischen Alexanderplatz, Friedrichstraße, Regierungsviertel und Hauptbahnhof, die für mich seit der Kindheit synonym mit Berlin ist, was aber natürlich eine sehr eingeschränkte Perspektive ist …

Jedenfalls, wieder im selben Hotel, weil ich morgen wieder hier hin fahre — möglicherweise das letzte Mal, wie mir heute erst mal bewusst wurde.

Ich habe heute auch versucht, an dem nächsten Buch weiterzuarbeiten, aber das Wetter war zu schön und ich bin lieber spazieren gegangen und … ja, selbst ganz tourimäßig mit dem Ausflugsboot gefahren.

Eine Schreib-Nachtschicht, wie beim vorletzten Mal im Januar (in einem nur ein paar Meter entfernten anderen Hotel derselben Kette), ist trotz toller Aussicht aus dem 12. Stock heute auch nicht drin, weil ich früh raus muss und der Tag morgen sehr durchgetaktet ist.

Noch ein paar persönliche Dinge, Unterlagen, Bilder usw. aus der Wohnung holen, bevor sie dann aufgelöst wird, und den Schlüssel abgeben. Danach weiter in die andere Stadt.

Am Abend zurück nach Hause. Was nun auch schon über fünf Jahre Magdeburg ist, auch interessant.

Buch: Die Unschuld der Maschinen

Ich habe heute die letzten Korrekturen und Ergänzungen für mein Sachbuch zum Technikvertrauen abgegeben. Das Buch heißt „Die Unschuld der Maschinen“ und erscheint dieses Jahr Buch und E-Book. Jetzt setzt der Verlag das Buch, und wenn alles gut geht (d.h. ich nicht doch noch was ändern muss), dann ist das Buch bald erhältlich (bei Amazon wird es schon aufgeführt). Das hier ist das Cover:

cover

Und, wie meine Lektorin vorhin am Telefon meinte: „nach dem Buch ist vor dem Buch“ 😉

Überarbeitet (das Buch, nicht ich)

Ich habe jetzt das komplette Manuskript des Buches zum „Technik vertrauen“ nochmal durch- und überarbeitet. Ich muss es Montag abgeben. Parallel schickt mir der Verlag Entwürfe für die Titelseite und wir überlegen, welches Bild wir auf die Titelseite machen wollen. Das finde ich sehr aufregend 😀 Jetzt gucke ich aber erstmal Fernsehen. Morgen muss ich wieder früh aufstehen und zur Arbeit.

4 Tage, 40 Seiten

Seit letzten Donnerstag habe ich 40 Seiten Text produziert, der auch noch kohärent und halbwegs interessant ist. Das ist ziemlich krass. So viel und schnell habe ich zuletzt während des Theorie-Teils meiner Diss geschrieben. Und es geht weiter, morgens, tagsüber, abends, nachts.

Coming Soon™: Technik vertrauen

Ich habe mich ja in meiner Dissertation und auch später damit beschäftigt, wie Menschen Technik verwenden — wie sie bei Problemen zurechtkommen und wie sie Nutzungssituationen wahrnehmen. Nun geht es bald weiter damit. Ein wichtiger Aspekt der Techniknutzung ist das Vertrauen in Technik: Wird meine EC-Karte im Supermarkt vom Lesegerät erkannt oder stehe ich wegen Kratzern am Chip auf der Karte auf einmal „ohne Geld“ da? Kann ich darauf vertrauen, dass der Motor des Flugzeugs, in dem ich meine Flugstunden nehme, nicht kurz nach dem Start ausfällt? Kann ich dem Internet-Provider vertrauen, mir eine stabile Leitung zu liefern? Und dessen Hotline, dass sie ehrlich zu mir sind?

Und weil das wegen DSGVO gerade so aktuell ist: Kann ich dem Anbieter, bei dem ich mein Blog habe, vertrauen, sich an seine Datenschutz-Grundsätze zu halten und dass diese DSGVO-kompatibel sind?

Man merkt an den Beispielen, dass Vertrauen in Technik ganz viele Ebenen umfasst. Vertrauen in konkrete technische Produkte, Vertrauen in Verfahren und Prozesse, Vertrauen in Menschen. Ohne Vertrauen ist Techniknutzung nicht möglich. Aber wie kann so ein Vertrauen im Alltag aufgebaut, gerechtfertigt und ggf. wiederhergestellt werden? Darüber denke ich seit einer ganzen Weile nach, und die Erfahrungen in meinem „normalen“ Job bei einem Kommunikationsdienstleister tragen dazu nicht gerade wenig bei.

In den letzten Wochen hat sich die Möglichkeit ergeben, das Thema „Technik vertrauen“ als Buch bei Springer Science+Business Media unterzubringen (ja, es gibt auch andere Verlage ähnlichen Namens). Nachdem nun alles offiziell ist und ich auch das „ok“ meiner Lektorin dafür habe, dass ich darüber in meinem Blog berichten darf, tue ich das hiermit mal. Also, ‚bald‘ (ich denke mal irgendwann 2019) erscheint von mir ein neues Buch, mit dem Arbeitstitel „Technik vertrauen“.

Ich freue mich sehr. Denn das Schöne ist, dass ich in dem Buch nicht nur die Gelegenheit habe, die Ergebnisse meiner Dissertation aufzugreifen, sondern vor allem, daraus ganz praktische Folgen für den Alltag aufzuzeigen. Bei dem neuen Buch arbeite ich auch wissenschaftlich, kann aber die Darstellung viel freier gestalten. Unter anderem kann ich die LeserInnen direkt ansprechen oder durch kleine Gedankenexperimente einbinden. Ich kann allgemeinverständlicher schreiben und stärker mit Alltagsbeispielen arbeiten.

Diese Art zu schreiben ist in bestimmten Punkten eine neue Herausforderung für mich, aber doch das, was ich schon lange machen wollte. Ich werde darüber jedenfalls in der nächsten Zeit noch öfter berichten.