fast vollständig

…ist bald meine „Trilogie“ über Ungewissheiten der Computernutzung. Nach der Dissertation, die 2016 veröffentlicht wurde, und dem Sachbuch „Die Unschuld der Maschinen“ (2019) habe ich letzte Woche die Endfassung eines Fachbuches über die erfolgreichere Berücksichtigung von Nutzungssituationen bei der Softwareentwicklung abgegeben. Da fehlen jetzt nur noch einige ergänzende Online-Übungsaufgaben, auf die man bei Kauf des Bandes Zugriff erhält. Dissertation, Sachbuch und Fachbuch bauen inhaltlich alle aufeinander auf, aber richten sich je an andere Zielgruppen. Das eine entwickelte und erprobte eine kommunikationswissenschaftliche Analysemethode, um erstmal zu verstehen, welche kommunikativen und mitunter sozialen Praktiken für erfolgreiche Computernutzung eine Rolle spielen. Das Sachbuch bereitete das „menschenlesbarer“ auf. Und das Fachbuch macht aus der Methodik der Dissertation ein Verfahren für den Arbeitsalltag der Softwareentwicklung.

Wenn das Buch dann 2020 erscheint, habe ich so insgesamt 10 Jahre mit diesem Themenfeld verbracht — ich glaube, 2010 habe ich das erste Exposé für die Dissertation geschrieben (naja und die zwei Jahre davor noch diverse andere Skizzen, die es am Ende aber nicht geworden sind). 2014 war die Dissertation fertig, 2015 die Verteidigung und der Umzug nach Magdeburg. Dann ging ich erstmal ins Call Center, wo ich unerwarteter Weise sehr viele Alltagsbelege für meine vorige Arbeit am eigenen Leib erfahren konnte. Die beeinflussten auf jeden Fall den Entschluss, da noch was draus zu machen. Mitte 2018 träumte ich dann eines nachts, dass es cool wäre, ein Buch zu dem Thema bei Springer zu veröffentlichen (und ich träumte auch, dass das Cover schwarz sein sollte). Also schrieb ich einfach mal dem Verlag, und siehe da, es hat geklappt. In meiner ursprünglichen Idee wollte ich das, was jetzt als Fachbuch kommt, in das Sachbuch integrieren, aber die Aufteilung auf zwei, auch stilistisch etwas unterschiedliche Bücher, ist für beide doch eher vorteilhaft.

stundenlange zugfahrt = endlich weiterarbeiten am nächsten buch

Eigentlich wollte ich schon letzte Woche und am Wochenende weitermachen, aber ich war erkältet (bzw. bin es noch, aber langsam geht’s wieder). In dem neuen Buch geht es um menschliche Kommunikation und Software-Programmierung (bzw. z.T. -Entwicklung). In einem Monat muss ich das Manuskript abgeben…

Vortrag auf der Frankfurter Buchmesse am 20.10.2019

Ich bin gerade sehr gut gelaunt, denn dieses Jahr werde ich mein Buch „Die Unschuld der Maschinen“ auf der Buchmesse in Frankfurt vorstellen. Nach Frankfurt wollte ich sowieso schon immer mal fahren, und dass das nun auf diese Weise möglich ist, finde ich natürlich toll.

Mein Beitrag findet am Sonntag, 20.10. zwischen 11:30 und 12:00 in Halle 4 statt, auf der sog. „EDU Stage“, einem Bereich, der Bildungsthemen gewidmet ist.

Projekt: Über/Strom — Blog und Buchreihe

Ich habe in den letzten Wochen ab und zu Sachen „rebloggt“, die in einem neuen Blog- und Buchprojekt erscheinen, das von Dr. Uta Buttkewitz (Universität Rostock) und mir herausgegeben wird. Das Projekt trägt den Titel „Über/Strom — Wegweiser durchs digitale Zeitalter“ und ist auf zehn Jahre angelegt — sozusagen auf die „neuen Zwanziger Jahre“, also 2020 bis 2030. Wir gehen von der These aus, dass im kommenden Jahrzehnt wichtige Weichenstellungen in technologisch-gesellschaftlicher Hinsicht geschehen werden. Über/Strom ist eine Buchreihe, die zu aktuellen medientechnischen Entwicklungen dieser Zeit und vor allem zu deren ganz lebensweltlichen, auch alltagspraktischen Folgen für Individuum und Gesellschaft Stellung nimmt. Verschiedene Autor*innen nehmen dabei aus ihrer je eigenen wissenschaftlichen Perspektive ein konkretes Thema in den Blick.

Die Reihe ist Technik nicht abgeneigt, im Gegenteil sind wir davon durchaus fasziniert. Verbindendes Element ist aber die Wahrnehmung, dass die Gesellschaft durch immer neue Variation technologischer Entwicklung und neue unerwartete Technikfolgen, metaphorisch gesprochen, unter Strom steht. In unserer Beschreibung des Projekts drücken wir das wie folgt aus:

„Die Welt scheint in rasendem Tempo zu drehen, und wir sind mittendrin in diesem Flirren. Aber wo genau? Die Beiträge der Buchreihe und begleitend die Blogbeiträge beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Fragen:

  • Verändern sich menschliche Beziehungen, und wenn ja, wie?
  • Welchen Stellenwert hat heutzutage noch das ‚alte‘ Analoge?
  • Wie können wir mit Künstlicher Intelligenz leben?
  • Wo bleiben nicht-männliche (weibliche, diverse, *) Blicke auf die Digitalisierung?
  • Wie verändern sich Arbeitsbedingungen und Arbeitsverhältnisse?
  • Wie lässt sich persönliche Identität in einer projektbezogenen Arbeitswelt stabil halten?
  • Was heißen Inklusion und Diversität in einer ‚smarten‘ globalen Gesellschaft?
  • Wie helfen uns Erzählungen, Geschichten, Mythen heute noch?“

Obwohl die ersten Bücher der Reihe bereits konzipiert sind, sind wir offen für Vorschläge, die auch gern interdisziplinär sein dürfen — gerade die Verbindung von Geisteswissenschaften mit Technik und/oder Naturwissenschaften ermöglicht spannende Perspektiven.

Endlich da: Die Unschuld der Maschinen nun auch gedruckt

Gestern sind meine drei Belegexemplare meines Buches „Die Unschuld der Maschinen“ angekommen, d.h. nun ist auch die Druckversion käuflich zu erwerben (im Springershop schon jetzt, bei Amazon Mitte bis Ende nächster Woche; das E-Book gibt es schon seit knapp 2 Monaten).

Immerzu viel zu schreiben

Letzte Woche habe ich meine hoffentlich allerletzten Korrekturen für „Die Unschuld der Maschinen“ abgeschickt, sodass der Erscheinungstermin Mai wohl auch schaffbar sein dürfte. Ein paar Querverweise zwischen den Kapiteln waren falsch, die Abbildungen habe ich alle nochmal neu gemacht, und ein paar andere Kleinigkeiten. Ich hoffe, dass nun alles passt.

Erfreulicherweise kann ich auch 2019 wieder viele Texte schreiben, von denen zwei besonders spannend sind:

  • Vertrauen in komplexe Technik ist das Hauptthema des Sachbuches „Die Unschuld der Maschinen“ (erscheint Mai 2019 bei Springer) sowie Teil meiner 2016 in Buchform veröffentlichten Doktorarbeit „Offenbar weigert sich Facebook, mir darauf eine Antwort zu geben“. Das greife ich nun noch ein drittes Mal auf, diesmal in einem Fachbuch. Das neue Buch richtet sich insbesondere an Entwickler von Technik. Man kann darin lernen, die kommunikativen Prozesse von Entwicklungsprozessen systematisch zu reflektieren und Technik im Gebrauch kommunikationsanalytisch auszuwerten — beides natürlich mit dem Ziel der „Optimierung“ (obwohl „Optimierung von Kommunikation“ eigentlich etwas ist, das aus mancher kommunikationssoziologischen Sicht weder möglich noch erwünscht ist). Im Prinzip bereite ich für das Buch das Analyseverfahren aus meiner Doktorarbeit und das in meinem Sachbuch angedeutete Kommunikationsmodell praxisnah auf und kombiniere beides mit einigen weiteren Ergebnissen, die ich zur Evaluation von Softwarenutzung gewonnen habe. Das Manuskript muss ich Ende Juni abgeben. Damit habe ich dann sozusagen meine Triologie zur Techniknutzung erstmal abgeschlossen — Doktorarbeit, Sachbuch und Fachbuch.
  • Die französische Firma Aerobask entwickelt Addon-Flugzeuge für den X-Plane-Flugsimulator. Für Aerobask habe ich schon in der Vergangenheit oft Handbücher geschrieben, zuletzt für die neue Version der Epic E1000. Das waren aber immer so 20 bis 30 Seiten. Das neue Aerobask-Projekt sieht da ganz anders aus. Mit offizieller Unterstützung des französischen Flugzeugbauers Dassault Aviation entwickelt Aerobask eine Simulation der Falcon 8X (ein äußerst schicker Business Jet). Das Programm soll Ende 2019, Anfang 2020 herauskommen und da das Flugzeug wesentlich komplexer ist als bisherige Aerobask-Produkte, wird auch das Handbuch wesentlich detaillierter sein. Und ich darf es schreiben. 😀

Daneben gibt es viele kleinere Schreibaufgaben. Artikel für das FS MAGAZIN, kleinere Handbücher für vFlyteAir und SkunkCrafts, evtl. mal wieder ein kurzer Artikel für das Air Facts Journal …

Also viel zu tun neben der sonstigen Arbeit. 🙂

Zeitung lesen in … Wien

Die Recherchen für mein neues kleines Schreibprojekt haben mich nun nach Wien geführt.

Lange Zugfahrt (aber doch viel kürzer als ich 2009 das erste Mal mit dem Zug in Wien war), viel Zeit zum Lesen:

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Sechs deutsche Zeitungen (Volksstimme, Mitteldeutsche Zeitung, Leipziger Volkszeitung, SZ, FAZ, Welt kompakt; die Volksstimme ist davon leider die belangloseste) und zwei österreichische (Standard, Kurier).

 

Buch: Die Unschuld der Maschinen

Ich habe heute die letzten Korrekturen und Ergänzungen für mein Sachbuch zum Technikvertrauen abgegeben. Das Buch heißt „Die Unschuld der Maschinen“ und erscheint dieses Jahr Buch und E-Book. Jetzt setzt der Verlag das Buch, und wenn alles gut geht (d.h. ich nicht doch noch was ändern muss), dann ist das Buch bald erhältlich (bei Amazon wird es schon aufgeführt). Das hier ist das Cover:

cover

Und, wie meine Lektorin vorhin am Telefon meinte: „nach dem Buch ist vor dem Buch“ 😉