Done, WIP & TODO (09/2018)

Erledigt:

In Arbeit:

TODO:

  • immer noch: Essay zur Geschichte von Ethnomethodologie und Luhmann’scher Systemtheorie, und was davon heute noch relevant ist

Konstruktion, Reflexionsgeschichte, Freiraum

„Head Canon“ ist komplett, mit dem nun veröffentlichtem 6. Teil der Reihe: https://www.heise.de/tp/features/Konstruktion-Reflexionsgeschichte-Freiraum-4154725.html

Einen etwas ausführlicheren Blog-Beitrag über die nun abgeschlossene Reihe werde ich bald noch verfassen.

Schreib!

Pausen sind wichtig… können sich aber auch als der größte Fehler erweisen, den man beim Schreiben langer Texte machen kann, zumindest wenn man vor der Pause eigentlich gut vorangekommen ist.

Mit Pausen meine ich nicht kurze Kaffeepausen, oder den Toilettengang, oder den 5-Stunden-Job für’s „Grundeinkommen“ (den finde ich sogar wirklich entspannend), sondern tagelange Pausen, in denen man etwas ganz anderes macht: auf eine Tagung fahren (so wie ich letzte Woche zur HiStories IV in Rostock), oder abends weggehen (so wie letzten Mo), oder nachts um 02:00 Uhr zum gefühlt zehnten Mal die komplette „How I Met Your Mother“-Serie binge-watchen, währenddessen man versucht, weiterzuschreiben, der Laptop mit dem halbleeren Textdokument des neuen Kapitels aber eher Einsamkeit ausstrahlt als Kreativität.

Dann ist man wirklich raus. Und man starrt zwei, drei Stunden auf den Bildschirm, während fiktive Großstadtneurotiker ihren End-Zwanziger-Alltag leben, und in der Zeit kommen nur vier Zeilen Text raus, und dann geht man frustriert ins Bett.

Jetzt höre ich Goldfrapps „Everything is Never Enough“ und tippe diesen Blogeintrag, um zumindest physisch wieder in einen schnellen Schreibrhythmus zu geraten, und dann gleich vom Bloggen aufs Weiterschreiben zu kommen. Jetzt. Na los. ALT+TAB. Fensterwechsel. … . .  .    .        .

4 Tage, 40 Seiten

Seit letzten Donnerstag habe ich 40 Seiten Text produziert, der auch noch kohärent und halbwegs interessant ist. Das ist ziemlich krass. So viel und schnell habe ich zuletzt während des Theorie-Teils meiner Diss geschrieben. Und es geht weiter, morgens, tagsüber, abends, nachts.

Schreiben, Schreiben, Schreiben

Es ist schon wieder ewig her, seit ich in diesem Blog das letzte Mal was geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich anderweitig mit Schreiben beschäftigt bin, und alles muss eigentlich längst fertig sein:

  • Hauptprojekt zurzeit ist, wie schon mal erwähnt, mein Buch „Technik Vertrauen“, das bei Springer erscheint. Anfang September muss ich dem Verlag einen Zwischenstand schicken, damit sie überlegen können, wie sie es ankündigen. Also habe ich eigentlich überhaupt keine Zeit, diesen Blogeintrag hier zu schreiben.
  • Außerdem wichtig: Ich muss das Handbuch für vFlyteAirs C42-Simulation für X-Plane 11 fertigstellen. Das Modell soll noch im August erscheinen, das Handbuch wird es diesmal sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch geben (weil die C42 im deutschsprachigen Raum ein ziemlich verbreitetes Flugzeug ist). Wer meine Handbücher für vFlyteAir kennt, weiß, dass die relativ umfangreich sind, also auch hier viel zu tun und keine Zeit.
  • Und dann ist da noch die HiStories-Tagung in Rostock nächste Woche, wofür ich noch meinen Vortrag zum Thema „Erzählung als Interaktionsform in Virtual Reality-Umgebungen“ ausarbeiten muss.

Immerhin, ich habe zwischenzeitlich auch die beiden letzten Teile meiner „Head Canon“-Essay-Reihe bei Telepolis abgegeben — Teil V schon im Mai, Teil VI nun Ende Juli. Sie werden dann auch bald erscheinen, sobald die Redaktion dazu kommt. Teil VI ist der letzte Teil der Reihe und dient sozusagen als Reflexion, Zusammenfassung und Ausblick des Ganzen. Das war ein spannendes Projekt, durch die langen Zeiträume dazwischen ziemlich anstrengend, aber am Ende doch mit einem runden Abschluss.

Und ein anderer Artikel für das Flieger Magazin soll nun im Oktober-Heft erscheinen; darin geht es um die Möglichkeiten, die Flugsimulation am heimischen Computer für die Ausbildung von Ultraleicht-Piloten bietet, und wo die Grenzen liegen.

Coming Soon™: Technik vertrauen

Ich habe mich ja in meiner Dissertation und auch später damit beschäftigt, wie Menschen Technik verwenden — wie sie bei Problemen zurechtkommen und wie sie Nutzungssituationen wahrnehmen. Nun geht es bald weiter damit. Ein wichtiger Aspekt der Techniknutzung ist das Vertrauen in Technik: Wird meine EC-Karte im Supermarkt vom Lesegerät erkannt oder stehe ich wegen Kratzern am Chip auf der Karte auf einmal „ohne Geld“ da? Kann ich darauf vertrauen, dass der Motor des Flugzeugs, in dem ich meine Flugstunden nehme, nicht kurz nach dem Start ausfällt? Kann ich dem Internet-Provider vertrauen, mir eine stabile Leitung zu liefern? Und dessen Hotline, dass sie ehrlich zu mir sind?

Und weil das wegen DSGVO gerade so aktuell ist: Kann ich dem Anbieter, bei dem ich mein Blog habe, vertrauen, sich an seine Datenschutz-Grundsätze zu halten und dass diese DSGVO-kompatibel sind?

Man merkt an den Beispielen, dass Vertrauen in Technik ganz viele Ebenen umfasst. Vertrauen in konkrete technische Produkte, Vertrauen in Verfahren und Prozesse, Vertrauen in Menschen. Ohne Vertrauen ist Techniknutzung nicht möglich. Aber wie kann so ein Vertrauen im Alltag aufgebaut, gerechtfertigt und ggf. wiederhergestellt werden? Darüber denke ich seit einer ganzen Weile nach, und die Erfahrungen in meinem „normalen“ Job bei einem Kommunikationsdienstleister tragen dazu nicht gerade wenig bei.

In den letzten Wochen hat sich die Möglichkeit ergeben, das Thema „Technik vertrauen“ als Buch bei Springer Science+Business Media unterzubringen (ja, es gibt auch andere Verlage ähnlichen Namens). Nachdem nun alles offiziell ist und ich auch das „ok“ meiner Lektorin dafür habe, dass ich darüber in meinem Blog berichten darf, tue ich das hiermit mal. Also, ‚bald‘ (ich denke mal irgendwann 2019) erscheint von mir ein neues Buch, mit dem Arbeitstitel „Technik vertrauen“.

Ich freue mich sehr. Denn das Schöne ist, dass ich in dem Buch nicht nur die Gelegenheit habe, die Ergebnisse meiner Dissertation aufzugreifen, sondern vor allem, daraus ganz praktische Folgen für den Alltag aufzuzeigen. Bei dem neuen Buch arbeite ich auch wissenschaftlich, kann aber die Darstellung viel freier gestalten. Unter anderem kann ich die LeserInnen direkt ansprechen oder durch kleine Gedankenexperimente einbinden. Ich kann allgemeinverständlicher schreiben und stärker mit Alltagsbeispielen arbeiten.

Diese Art zu schreiben ist in bestimmten Punkten eine neue Herausforderung für mich, aber doch das, was ich schon lange machen wollte. Ich werde darüber jedenfalls in der nächsten Zeit noch öfter berichten.