„Roboter gehören zur Schöpfung“

Im Deutschlandfunk war ein sehr interessantes und detailliertes Interview mit dem Theologen und KI-Forscher Lukas Brand: https://www.deutschlandfunk.de/kuenstliche-intelligenz-roboter-gehoeren-zur-schoepfung.886.de.html?dram:article_id=440297 Brand hat vor kurzem das Buch „Künstliche Tugend“ veröffentlicht (und in meinem im Mai erscheinenden Buch „Die Unschuld der Maschinen“ ist er auch mit einem sehr lesenswerten Interview vertreten).

Ubuntu, Vulkan, MESA, Steam

Vor ein paar Wochen haben diverse Spiele, die ich unter Ubuntu 18.04 mittels Steam Play (d.h. Proton, was wiederum heißt: WINE) spielen konnte, aufgehört zu funktionieren. Hier eine kurze Notiz „an mich selbst“, wie ich es wieder hingekriegt habe (indem ich mich einer Schnittstellen- und Treiberhölle ausgesetzt habe):

  • Das Hauptproblem war wohl, dass DXVK nicht mehr funktioniert hat. DXVK nutzt Vulkan und ist heute scheinbar die bevorzugte Methode, wie WINE die Windows-DirectX-Aufrufe unter Linux umsetzt. Die Ursache dafür war wohl, dass Ubuntu 18.04 standardmäßig nur MESA 18.0.x mitbringt, aber Vulkan mittlerweile MESA 18.2.x benötigt.
  • Um das Problem zu umgehen, kann man in der Proton-Konfiguration einstellen, dass statt DXVK das ältere Wine3D verwendet wird. Dazu muss man erstmal in den Ordner der verwendeten Proton-Version (also 3.7, 3.16, 3.7 beta oder 3.16 beta) und dort die vorhandene Datei user_settings.sample.py in user_settings.py umbenennen. Mit einem Texteditor kann man dann den Eintrag # „PROTON_USE_WINED3D“: „1“, auskommentieren (also das # entfernen).
  • Mit dieser Methode starten die ganzen Spiele zwar wieder — aber ggf. fehlerhaft. Zum Beispiel wird bei Elder Scrolls Online in Außenaufnahmen der Boden nicht richtig dargestellt. Wine3D ist also keine Lösung; die Konfigurationsänderung machte ich wieder rückgängig.
  • Glücklicherweise fand ich dann folgende Seite: http://ubuntuhandbook.org/index.php/2018/10/mesa-18-2-2-available-install-ubuntu-18-04/ wo erklärt wird, mit welchem PPA man an ein für Ubuntu 18.04 angepasstes MESA 18.2.2 kommt. Das installierte ich also gleich.
  • Außerdem habe ich noch ein Update des NVidia-Treibers auf Version 415 vorgenommen; keine Ahnung, ob das wirklich nötig war, denn das Steam Play-Problem trat auch schon mit Treiberversion 396 auf, obwohl es mit 396 vorher noch lief.

Jedenfalls hat nach einem abschließenden Neustart des Computers endlich alles wieder funktioniert. Die Spiele starten und sehen aus wie sie sollen. Wenn sowas nochmal passiert, werde ich also erstmal schauen, ob es an MESA liegt. Wieder was gelernt.

(Auch wenn ich nicht ganz verstehe, warum MESA überhaupt nötig ist, denn alles OpenGL- und Vulkan-bezogene sollte eigentlich über den NVidia-Treiber laufen und der wird mir mit dem Befehl glxinfo | grep „OpenGL version“ auch angezeigt. Oder muss ich noch extra die NVidia-Vulkan-Treiber installieren? Aber gut, Hauptsache, es läuft jetzt…)

Zeitung lesen in … Wien

Die Recherchen für mein neues kleines Schreibprojekt haben mich nun nach Wien geführt.

Lange Zugfahrt (aber doch viel kürzer als ich 2009 das erste Mal mit dem Zug in Wien war), viel Zeit zum Lesen:

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Sechs deutsche Zeitungen (Volksstimme, Mitteldeutsche Zeitung, Leipziger Volkszeitung, SZ, FAZ, Welt kompakt; die Volksstimme ist davon leider die belangloseste) und zwei österreichische (Standard, Kurier).

 

Buch: Die Unschuld der Maschinen

Ich habe heute die letzten Korrekturen und Ergänzungen für mein Sachbuch zum Technikvertrauen abgegeben. Das Buch heißt „Die Unschuld der Maschinen“ und erscheint dieses Jahr Buch und E-Book. Jetzt setzt der Verlag das Buch, und wenn alles gut geht (d.h. ich nicht doch noch was ändern muss), dann ist das Buch bald erhältlich (bei Amazon wird es schon aufgeführt). Das hier ist das Cover:

cover

Und, wie meine Lektorin vorhin am Telefon meinte: „nach dem Buch ist vor dem Buch“ 😉

Zeitung lesen in …

So… Heute Abend versuche ich noch, einige vorletzte Korrekturen an meinem Buch „Die Unschuld der Maschinen“ aka „Technik vertrauen“ vorzunehmen; eigentlich wollte ich die heute abgeben, aber ich musste noch an einem Handbuch für das nächste simulierte Flugzeug von Aerobask arbeiten… Und morgen beginnt dann ein weiteres „Projekt“, mein „Urlaubs-“ oder „Überstunden-Abbau-Projekt“: Ich fahre erst nach Berlin, nächste Woche Rostock und in zwei Wochen nach Wien, um dort jeweils (1) spazieren zu gehen (früher, mit Walter Benjamin, hätte man gesagt: „zu flanieren“ (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Flaneur#Begr%C3%BCnder) und um (2) im Kontext der jeweiligen Stadt Zeitung zu lesen. Mal sehen, was daraus am Ende wird. ^^

LambdaRogue Update v1.7

Ich habe den ganzen Dezember damit zugebracht, mein roguelike-Spiel LambdaRogue zu aktualisieren. Die Version 1.7 habe ich vorgestern hochgeladen:

https://mariodonick.itch.io/lambdarogue-the-book-of-stars

Und das Spiel hat jetzt auch seine eigene Website: https://lambdarogue.com/

Auch einen Video-Trailer gibt:

Was ich also eigentlich nur archivieren wollte, ist jetzt wieder so „lebendig“ wie vor sieben Jahren. Und das macht mir viel Spaß 😀

 

IF Review: Christopher Hayes & Daniel Talsky – Ürs

(Das ist eine Kopie meines Reviews zu dem Spiel in der IFDB).

Cute bedtime story with a sci fi touch

The title of my review summarizes how reading/playing this story felt to me.

On the one hand, parts felt like an illustrated bedtime story you might read to your children. The usual life of the shown rabbit society consists of sleeping, eating, digging and getting new cute rabbit babys, and the authors somehow manage to invoke the feeling that you (the reader) are indeed living this life.

On the other hand, the particular rabbit whose role you play has some higher goals: Very often, the peaceful and self-sufficient life of his rabbit friends is interrupted by hard „thuds“ which endanger the rabbit’s warren. As nobody else seems to care, it is your task to do something against these „thuds“.

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So you start an adventurous voyage, to discover what lies behind your usual warren, and to find a rescue against the „thuds“. I won’t write about any details of this adventure, but it’s nicely done and shown with lots of great illustrations. Your rabbit-like movements and your partly-naive rabbit-like thinking are described well, and the urgency of the task is also comprehensible. So while everything remains cute (rabbits…), you still take your protagonist and his cause seriously.

Central to the game is one puzzle which requires a bit of thinking, but is not too hard. This is also the part of the story related to sci fi (you’ll easily see why, once you have reached this part of the game. That’s really a sense-of-wonder moment for our rabbit protagonist).

Overall, I don’t regret playing this game; it took me about 30 minutes. I’d even like to read more stories in this setting.