wie eine schlechte Metapher

Die letzten Tage waren emotional sehr anstrengend. Wie das wohl so ist, wenn altersbedingte Probleme des Menschseins unvermeidbar werden. Und das (in unterschiedlicher Weise) gleich zweifach innerhalb weniger Tage. Jedenfalls wirkte der Weg vom Kleinstadtbahnhof zum Haus wie eine wirklich schlechte Metapher: Wolkenverhangener Himmel, Wind, so viel Müll (teils noch von Silvester) auf der Straße, die sich quer durch zwei seit Jahrzehnten brachliegende, ziemlich wilde Wiesen zieht (hat man da mittlerweile die Straßenreinigung abgeschafft?)

Zwischen den alten Getränkedosen, Plastiktüten, Flaschen und Resten von Feuerwerkskörpern immer wieder herausgerissene Seiten eines Buches, durcheinandergewirbelt, über hundert Meter hinweg, und mit jedem Schritt durch diese beklemmende Szenerie wuchs das beunruhigte Gefühl immer weiter. Als würden die zerstreuten Buchseiten etwas ankündigen. Natürlich gibt es keinen echten Zusammenhang, aber atmosphärisch und emotional wirkt es immer noch nach. Wie eine abgedroschene Metapher in einem Film oder Computerspiel, nur dass es eben kein Film oder Spiel war.

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