Ubuntu, Vulkan, MESA, Steam

Vor ein paar Wochen haben diverse Spiele, die ich unter Ubuntu 18.04 mittels Steam Play (d.h. Proton, was wiederum heißt: WINE) spielen konnte, aufgehört zu funktionieren. Hier eine kurze Notiz „an mich selbst“, wie ich es wieder hingekriegt habe (indem ich mich einer Schnittstellen- und Treiberhölle ausgesetzt habe):

  • Das Hauptproblem war wohl, dass DXVK nicht mehr funktioniert hat. DXVK nutzt Vulkan und ist heute scheinbar die bevorzugte Methode, wie WINE die Windows-DirectX-Aufrufe unter Linux umsetzt. Die Ursache dafür war wohl, dass Ubuntu 18.04 standardmäßig nur MESA 18.0.x mitbringt, aber Vulkan mittlerweile MESA 18.2.x benötigt.
  • Um das Problem zu umgehen, kann man in der Proton-Konfiguration einstellen, dass statt DXVK das ältere Wine3D verwendet wird. Dazu muss man erstmal in den Ordner der verwendeten Proton-Version (also 3.7, 3.16, 3.7 beta oder 3.16 beta) und dort die vorhandene Datei user_settings.sample.py in user_settings.py umbenennen. Mit einem Texteditor kann man dann den Eintrag # „PROTON_USE_WINED3D“: „1“, auskommentieren (also das # entfernen).
  • Mit dieser Methode starten die ganzen Spiele zwar wieder — aber ggf. fehlerhaft. Zum Beispiel wird bei Elder Scrolls Online in Außenaufnahmen der Boden nicht richtig dargestellt. Wine3D ist also keine Lösung; die Konfigurationsänderung machte ich wieder rückgängig.
  • Glücklicherweise fand ich dann folgende Seite: http://ubuntuhandbook.org/index.php/2018/10/mesa-18-2-2-available-install-ubuntu-18-04/ wo erklärt wird, mit welchem PPA man an ein für Ubuntu 18.04 angepasstes MESA 18.2.2 kommt. Das installierte ich also gleich.
  • Außerdem habe ich noch ein Update des NVidia-Treibers auf Version 415 vorgenommen; keine Ahnung, ob das wirklich nötig war, denn das Steam Play-Problem trat auch schon mit Treiberversion 396 auf, obwohl es mit 396 vorher noch lief.

Jedenfalls hat nach einem abschließenden Neustart des Computers endlich alles wieder funktioniert. Die Spiele starten und sehen aus wie sie sollen. Wenn sowas nochmal passiert, werde ich also erstmal schauen, ob es an MESA liegt. Wieder was gelernt.

(Auch wenn ich nicht ganz verstehe, warum MESA überhaupt nötig ist, denn alles OpenGL- und Vulkan-bezogene sollte eigentlich über den NVidia-Treiber laufen und der wird mir mit dem Befehl glxinfo | grep „OpenGL version“ auch angezeigt. Oder muss ich noch extra die NVidia-Vulkan-Treiber installieren? Aber gut, Hauptsache, es läuft jetzt…)

Zeitung lesen in … Wien

Die Recherchen für mein neues kleines Schreibprojekt haben mich nun nach Wien geführt.

Lange Zugfahrt (aber doch viel kürzer als ich 2009 das erste Mal mit dem Zug in Wien war), viel Zeit zum Lesen:

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Sechs deutsche Zeitungen (Volksstimme, Mitteldeutsche Zeitung, Leipziger Volkszeitung, SZ, FAZ, Welt kompakt; die Volksstimme ist davon leider die belangloseste) und zwei österreichische (Standard, Kurier).

 

Buch: Die Unschuld der Maschinen

Ich habe heute die letzten Korrekturen und Ergänzungen für mein Sachbuch zum Technikvertrauen abgegeben. Das Buch heißt „Die Unschuld der Maschinen“ und erscheint dieses Jahr Buch und E-Book. Jetzt setzt der Verlag das Buch, und wenn alles gut geht (d.h. ich nicht doch noch was ändern muss), dann ist das Buch bald erhältlich (bei Amazon wird es schon aufgeführt). Das hier ist das Cover:

cover

Und, wie meine Lektorin vorhin am Telefon meinte: „nach dem Buch ist vor dem Buch“ 😉

Zeitung lesen in …

So… Heute Abend versuche ich noch, einige vorletzte Korrekturen an meinem Buch „Die Unschuld der Maschinen“ aka „Technik vertrauen“ vorzunehmen; eigentlich wollte ich die heute abgeben, aber ich musste noch an einem Handbuch für das nächste simulierte Flugzeug von Aerobask arbeiten… Und morgen beginnt dann ein weiteres „Projekt“, mein „Urlaubs-“ oder „Überstunden-Abbau-Projekt“: Ich fahre erst nach Berlin, nächste Woche Rostock und in zwei Wochen nach Wien, um dort jeweils (1) spazieren zu gehen (früher, mit Walter Benjamin, hätte man gesagt: „zu flanieren“ (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Flaneur#Begr%C3%BCnder) und um (2) im Kontext der jeweiligen Stadt Zeitung zu lesen. Mal sehen, was daraus am Ende wird. ^^