Die wachsende Welt meines Textadventures / meiner IF „Der Galerist“

In den letzten Tagen ist die Welt meines in Twine geschriebenen Textadventures ziemlich gewachsen:

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Der Bereich oben rechts ist die ursprüngliche Galerie, deren Umgebung mittlerweile um ein paar Straßen einer Kleinstadt gewachsen ist. Der große Bereich unten/mittig ist eine (in Spielwelt-Maßstäben) nicht weit entfernte Großstadt, wo die Arbeitsstelle der Hauptfigur liegt. Im Verlauf der Geschichte „fährt“ man öfter zwischen beiden Städten hin und her. Die vier Räume ganz rechts sind ein Vorort der größeren Stadt — im Twine-Interface habe ich die Orte ungefähr so angeordnet, wie ihre Lage auch in meiner Vorstellung ist, aber die Entfernungen sind „in Wahrheit“ größer als im Bild zu sehen.

Der Schreibprozess hin zu dieser Spielwelt ist ganz interessant. Einerseits möchte ich eine schon recht große Welt beschreiben, in der man sich eine Zeitlang verlieren kann. Doch wenn man nicht aufpasst, wird diese Welt schnell zu groß: neue Orte und die Verbindungen zwischen ihnen sind schnell angelegt, doch (andererseits) muss man die Orte auch mit Leben füllen: Es braucht interessante Texte, die die Orte beschreiben, sie müssen in sich stimmig und mit angrenzenden Orten konsistent sein. Das ist das Problem, das auch moderne Open-World-Spiele haben, es hat also nichts damit zu tun, dass ein Textadventure nicht aus toller Grafik, sondern aus, nunja, Text besteht.

Es muss in der Spielwelt etwas geschehen, das für die Geschichte (um die es ja letztlich geht) von Bedeutung ist. Sicherlich können einige der Orte auch nur der Atmosphäre wegen entstehen — wenn man als Spieler z.B. zwischen zwei handlungsrelevanten Schauplätzen unterwegs ist, dann kann es da schon ein, zwei Orte geben, an denen nichts passiert, die aber durch ihre Existenz das Gefühl der Fortbewegung fördern bzw. den Eindruck, durch eine größere Stadt zu gehen.

Aber ich habe jetzt eine relativ große „Bühne“ für meine Handlung erschaffen, und es ist fraglich, ob die noch viel größer werden muss. Ich denke, ich werde mich im Weiteren erstmal darauf konzentrieren, die bestehenden Orte weiter mit handlungsrelevanten Figuren zu befüllen (zwei habe ich ja schon), damit sich durch die Interaktion mit diesen die Handlung fortentwickelt. Für den Prolog der Geschichte ist mir das, denke ich, schon ganz gut gelungen.

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