De-Digitalisierung

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Das Foto da oben (Ostsee bei Kühlungsborn) hab ich Anfang des Jahres mit meinem Handy (Galaxy S7) aufgenommen. Weil die fotografierten Objekte ziemlich nah an der Kamera waren, ist die Bildqualität auch ganz ‚gut‘ (d.h. recht scharf, Kleinigkeiten wie die Steinchen im Sand sind gut zu erkennen, usw.). Es ist kein besonderes Bild, sondern ein normaler Urlaubsschnappschuss, bei dem man bei normaler Betrachtung guten Gewissens behaupten kann, dass ‚es‘ so eben ausgesehen hat und bei dem man nicht sofort über die digitale Entstehungsweise nachdenkt. Das ist anders als bei Selfies oder anderen Personenaufnahmen, bei denen man z.B. an Augen und Hautbild sofort digitale Einflüsse erkennen kann, ob nun bewusst Filter angewendet wurden oder nicht.

In ihrer (auch sonst lesens- und sehenswerten) Abschlussarbeit „Ästhetik der Zensur“ weist Marion Kliesch darauf hin, dass jedes digitale Foto Produkt elektronischer Verarbeitung ist. Was man am Ende auf Smartphone oder PC sieht, ist in der Regel nicht das ‚reine‘ Abbild der ‚Welt‘ auf dem Bildsensor, sondern wurde bereits durch diverse Algorithmen verarbeitet (schön zusammengefasst hier). Um unbearbeitete Rohdaten zu erhalten (RAW-Format) muss man in der Kamera-App des Handys die „Pro“-Funktion aktivieren. Das ist recht ironisch. Ich will ja nur sehen, wie das Foto ‚an sich‘ aussieht, wie es durch die physischen Eigenschaften von Linse und Sensor erzeugt wird, bevor es aufbereitet wird — sozusagen so, wie ich auch früher laienhaft Fotos geknipst habe und selbst Schuld war, wenn das Bild verwackelt, zu dunkel, oder sonstwas war.

Es ist ziemlich strange, dass man sich heute der Kamera gegenüber als Profi ausgeben muss, wenn man echt laienhafte Ergebnisse haben will. Es wäre wohl einfacher, sich zu de-digitialisieren und eine analoge Kamera zu nutzen.

Zerteilt

Vorgestern Abend stieß ich auf einen schon ein paar Tage älteren Bericht in der Süddeutschen Zeitung. In dem Artikel beschreibt Johan Schloemann eine Ehe: die des politisch eher als links bekannten Kulturwissenschaftlers Helmut Lethen mit seiner, sich offenbar seit einigen Jahren als „identitär“, d.h. politisch weit rechts, verortenden Frau Caroline Sommerfeld, die pünktlich zur Frankfurter Buchmesse einen Ratgeber für Rechte herausgebracht hat, mit dem Titel: „Mit Linken leben“. Als ich den Artikel las, kam ich aus dem Staunen nicht heraus, was sich erstmal in den Niederungen des Klatsch und Tratsch äußerte, vor denen ich offenbar nicht gefeit bin: „Hast du schon gelesen, die Frau von Lethen? Da gibt es diesen SZ-Artikel…“ — „Wie, echt jetzt?“ Und man bezeugt sich gegenseitig die eigene Fassungslosigkeit.

Hat man das komische Gefühl verdrängt, dass es sich hierbei in gewisser Weise um Promi-Tratsch handelt, den die Süddeutsche Zeitung in der Öffentlichkeit breitgetreten hat, kann man etwas tiefer in sich hineinhorchen. Dann wird ein anderer Grund für das Erstaunen deutlich. Ein Merkmal des Studiums (und meiner Erfahrung nach wohl insbesondere eines geisteswissenschaftlichen Studiums) ist es, dass man nicht nur ein Fach studiert, oder ausgewählte Themen, sondern man studiert bei jemandem, und die Spuren dieser Menschen haben Einfluss auf die eigene Tätigkeit. Themenfelder, Methoden, der Stil von Vorlesungen und Seminaren, der darin genutzte Textkanon, Interpretationen dieser Werke, usw. prägen nicht nur die Arbeit selbst, sondern auch die eigene Identität und das Bild, das man sich von dem Fach und dem Fach in der Welt macht, sozusagen das durch die Brille des Faches betrachtete Weltbild. Dieses Weltbild verändert und erweitert sich hoffentlich im Laufe der Jahre, aber bestimmte Grundpfeiler, die zu Beginn gesetzt wurden, bleiben bestehen, und neben fachlichen Aspekten gehören auch Erinnerungen an Menschen als solche dazu. So fragt man sich dann und wann: „Was wohl die x gerade macht?“ Oder erinnert sich: „Weißt du noch, damals in der Vorlesung von dem y?“ Mitunter auch Trivialitäten des Alltags. Das sind kleine Inseln der Stabilität, über Jahre hinweg. Ganz unbewusst nimmt man dabei auch an, dass das erweiterte Netzwerk um diese Menschen herum wie selbstverständlich ebenfalls in dieses Bild hineinpasst. Wie könnte es auch anders sein?? Und dann kommt so ein Artikel und man merkt, wie naiv diese Annahme war.

Und in der Tat, natürlich kann es sein, dass sich Weltbilder so sehr unterscheiden, dass sie als „zwei unvereinbare Wahrnehmungen der Wirklichkeit“ (Sommerfeld in dem SZ-Artikel) aufeinanderprallen. Ähnliches kennt man ja von Ehepaaren, in denen Religion das unterscheidende Moment ist (wenn z.B. ein Partner sehr religiös ist, der andere gar nicht; oder wenn es Konfessionsunterschiede gibt). Oft zerbrechen solche Ehen dann, aber manchmal finden die Partner einen Weg, damit umzugehen. Manche reden einfach nicht über diese Unterschiede. Andere tun genau das. Von daher ist es erstmal bewundernswert, wenn „[Sommerfeld] und ihr Mann […] aber ‚die schmerzhafte Zerreißprobe aushalten‘ [könnten], weil sie die Ehe ‚mit all ihren verschiedenen Ebenen des Halts, der Rückversicherung, des Vertrauens, der Erfahrungen im Hintergrund haben'“ (ebd.). Dennoch muss das ziemlich anstrengend sein.

Einige Tage später hat Ijoma Mangold in der ZEIT dem von der SZ berichteten ‚Ereignis‘ einen „paradigmatischen Charakter“ zugeschrieben. Paradigmatisch für die gesellschaftlichen Prozesse, in denen sich links und rechts wieder verstärt gegenüberstehen. Auch Sommerfeld selbst bezeichnet ihre Ehe in einer Reaktion auf den SZ-Artikel als „Abbild der gegenwärtigen Polarisierung der Gesellschaft […] jeder sieht die Ideologie des anderen als Gefahr.“ In der Tat. Sie fragt ganz systemtheoretisch: „Gibt es einen Beobachter zweiter Ordnung, der entscheiden kann, wessen Wahrnehmung trügt? Gibt es Diskursregeln, die bestimmen könnten, wer recht hat?“ Soweit ist das eine legitime Fragestellung, und selbst den Vorwurf, hier und anderswo Luhmann zu ‚missbrauchen‘, kann man ihr nicht machen, denn mit der Systemtheorie kann man alle möglichen Struktur-Funktions-Verhältnisse beschreiben (mitunter wird aber der Systemtheorie selbst vorgeworfen, zu politischem Totalitarismus einzuladen, weil sie durchgängig mit abstrakten Systemen statt individuellen Subjekten arbeitet). Nicht der in sich leider durchaus stimmige Argumentationsgang rechter Intellektueller (zumindest der kompetenteren von ihnen) ist das Entscheidende, sondern es sind die zugrunde liegenden Annahmen und die praktischen Konsequenzen, die bedrohlich wirken, zumindest wenn man aus linksliberaler Sicht großen Wert auf individuelle Freiheit, kulturelle Offenheit, soziale Gerechtigkeit, Inklusion, Toleranz, Gewaltfreiheit usw. legt oder gar einer utopischen „wir sind eine Welt“-Idee anhängt.

Sommerfelds Grundannahme ist, dass es einen blinden Fleck gibt, den Linke nicht sehen: „Mit linker Utopie in Leib und Seele kann man die Migrationskrise, die Islamisierung, die Wehrlosigkeit des westlichen Männertypus usw. nicht erkennen.“ (ebd.). Sommerfelds Wunsch ist, dass wir „Täter als Täter sehen, nicht als Opfer der Welt. Und dann endlich sagen können: der Islam ist UNSER FEIND!“ (aus ihrem Blog). Den Begriff „Feind“ benutzt Sommerfeld (sich auf Carl Schmitt berufend und an Luhmanns Differenz „Macht/Ohnmacht“ anknüpfend) nicht unbedingt im Sinne eines persönlichen Feindes (dem könne man schon entgegenkommen, und ich vermute, mit dem kann man in dieser Sicht auch persönlich auskommen), sondern als politischen Feind, mit dem es keine Verständigung geben kann, denn „dann hat er schlicht und ergreifend gewonnen“ (weiterer Blogeintrag). Das ist im Wesentlichen das Weltbild, aus dem heraus Sommerfeld schreibt und agiert, und das sie in ihrem Blog und ihren Publikationen darlegt. Es gibt einen Feind, den muss man bekämpfen, aber die Linken sehen das nicht bzw. wären aufgrund der „Wehrlosigkeit des westlichen Männertypus“ dazu ohnehin nicht in der Lage. Von dieser Wahrnehmung ausgehend argumentiert sie in ihren theoretischen Texten.

Wie ihr praktisches Handeln aussieht, beschreibt sie in einem Blogeintrag aus dem Jahr 2016. Vor dem Berliner Hauptbahnhof waren Skulpturen ausgestellt, die sich gegen das Wiedererstarken der Rechten richteten. Sie wurden darin als Wölfe karikiert. Damit nicht einverstanden, unterhielt sich Sommerfeld zunächst mit zwei Anwesenden, um herauszufinden, wer die Ausstellung erlaubt hätte. „Es gibt Grenzen der Kunst“, so Sommerfeld. Das hätte auch ein Islamist über Mohammed-Karikaturen sagen können; zur Frage nach den Grenzen der Kunst gab es 2015 einen interessanten Beitrag im Deutschlandfunk. Jedenfalls hinterließ sie danach einen Eintrag auf einer bereitstehenden Tafel, auf der gefragt wurde: „Wie kann man den Hass stoppen?“ Sommerfeld schrieb: „Falsche Fragestellung! Haß ist eine anthropologische Konstante. Gruppen oder Länder mit homogenerer Zusammensetzung tendieren zu weniger ‚Hass'“ (Eintrag). Dann kam die Berliner Pegida-Variante dazu, was Sommerfeld zunächst freute. Doch dann stellte sie scheinbar ehrlich überrascht fest: „was für Fahnen die Bärgida-Leute (Karikatur: feist, tumb, kahl) spazierentrugen: rot-weiß-schwarz ist quasi das stand-in für you-know-which-flag, und die anderen waren Phantasiefahnen mit Elementen der Reichskriegsflagge!“ (ebd.). Und Sommerfeld bedauert: „Nein, nein, und nochmal nein! Entweder sind das wirklich Trotteln vor dem Herrn, die genau das bestätigen, was die Ausstellungspropagandisten voraussetzen: Rechte sind gefährliche Nazis, NPD-Hanseln, Skinheads. Oder es sind bestellte Weißbrötchen. […] Es ist so unendlich ärgerlich, schade, vergeblich, sich gegen solche ‚Kunst‘ zu versuchen zu wehren, wenn einem solche Leute alles verderben.“ (ebd.)

An der Stelle brach ich meine Sommerfeld-Lektüre ermüdet und kopfschüttelnd ab. Die Berlin-Episode zeigt nicht nur eine gewisse Naivität des rechten intellektuellen Elitismus gegenüber ‚der Straße‘ (diesen naiven Elitismus gibt es allerdings und paradoxerweise auch linksherum), sondern deutet auch an, dass es den Rechten nicht damit getan ist, das ‚Abendland‘ vor dem Islam zu ‚retten‘. Die Episode provoziert zur Frage, was passieren würde, nachdem die Rechten Erfolg hätten. Welche Gruppen (Künstler, Journalisten, Wissenschaftler, …) wären die nächsten, die als politischer Feind identifiziert würden, etwa unter der Maßgabe, dass das Erreichte ja schließlich vor diesen geschützt werden müsse, und wie würde mit diesem Feind umgegangen? Neben manchen Vorgängen in Ungarn und Polen klingeln mir dazu auch immer noch die im Sommer ‚geleakten‘ AfD-WhatsApp-Nachrichten in den Ohren, und da wird mir, als linksgrün-versiffter Vertreter des wehrlosen westlichen Männertypus, ganz schwach ums Herz.

*seufz*

Pieksen Sie den Router! Sie fühlen sich danach besser!

I Sachtechnik

(1) In Techniksoziologie und Technikphilosophie werden oft die Begriffe Technik, Sachtechnik und Technologie unterschieden (vgl. Nina Degele: Einführung in die Techniksoziologie, 2002). Technik wird als allgemeiner Begriff für Verfahren und Werkzeuge genutzt, mit denen bestimmte Probleme gelöst werden können. Sachtechnik ist eine Form von Technik, die als Artefakt manifestiert ist. So ist z.B. das Führen eines Interviews Technik; Stift, Papier und Diktiergerät hingegen sind Sachtechnik. Technologie schließlich bezeichnet Reflexionsformen zu Technik, die sich auf technikbezogene Forschungs- und Arbeitsfelder ausprägen können. Der Computer auf meinem Schreibtisch etwa ist ein spezifisches sachtechnisches Artefakt, aber die Technologien, die zur Entwicklung und Herstellung dieses Artefakts geführt haben, gehen über das Artefakt hinaus.

(2) Damit ist der Unterschied von (Sach)technik und Technologie nicht einfach der von Konkretum und Abstraktum. Technologie vereint Techniken und denkt darüber nach.

(3) Klassische Beispiele für Sachtechnik sind etwa die Werkzeuge Hammer und Axt, das Fahrrad oder die Schreibmaschine. Das heute wohl wichtigste sachtechnische Feld wird durch Computer in ihren vielfältigen Formen gebildet.

(4) Die genannten klassischen Beispiele sind dadurch geprägt, dass man aus der Form die Funktionsweise und Wirkung ableiten kann. Wenn ich einen Text auf einer mechanischen Schreibmaschine verfasse, hebe ich durch das Drücken einer Taste einen Hebel, an dessen Ende ein Zeichen wie ein Stempel erhaben-fühlbar aufgebracht ist. Durch die Hebelwirkung schlägt das Hebelende mit dem Zeichen auf ein Farbband und presst seiner Form entsprechend Farbe vom Farbband aufs Papier. Dieser Vorgang ist durch simple Beobachtung sofort einsichtig (obgleich selbst in einer Schreibmaschine Technologien manifestiert sind, die über das am sachtechnischen Artefakt selbst Beobachtbare hinausgehen).

II Geschlossenheit

(1) Heute wird Sachtechnik zunehmend als geschlossenes System realisiert. Das betrifft nicht nur Mikrochips im Computer, die schon größenbedingt nicht einsehbar sind, sondern auch Peripherie, die vor wenigen Jahren noch durch Steckverbindungen, Einschübe und Schalter kontrollierbar war: Statt durch Kabel wird heute vieles drahtlos angeschlossen (WLAN, Bluetooth), Ein- und Ausgabegeräte sind integriert (Touchscreens) und Verschleißteile können nicht („nicht“ = nicht durch „gewöhnliche“ Nutzer ohne spezielles Wissen und Fähigkeiten) getauscht werden (Akkus).

(2) Bei Consumerprodukten ist es damit manchmal kaum möglich, zu intervenieren, wenn das Produkt nicht (mehr) wie vorgesehen funktioniert. Eingriffsmöglichkeiten sind oft nur elektronisch wirksam, d.h. in ihrer Reaktion von Software bestimmt: An-/Ausschalter, die tatsächlich die Stromzufuhr unterbrechen, gibt es nur noch selten; entsprechend beschriftete Knöpfe teilen vielmehr einer Software mit, dass man das Gerät ausschalten möchte und die Software führt den Ausschaltvorgang durch. Was gerade, wenn man wegen Schwierigkeiten ausschalten will, nicht immer funktioniert. Dann hilft nur Steckerziehen oder, wenn möglich, Akku entfernen, wobei auch das nicht immer hilft.

(3) Grund für die immer stärkere Geschlossenheit ist Vereinfachung. Auf Nutzerebene stehen nicht mehr das Produkt selbst und seine innere Funktionsweise im Vordergrund, sondern die Ziele, die Nutzer mit dem Produkt, dem Werkzeug, erreichen wollen. Sie sollen nicht wissen müssen, wie das Werkzeug im Innern aufgebaut ist oder funktioniert, sondern nur, was es tun kann und wie es eingesetzt wird. Das ist das Versprechen der Hersteller und Verkäufer („Sie müssen den Router nur in die Telefondose stecken!“) und Nutzer erwarten das heutzutage auch („Man hat mir gesagt, ich müsste nichts machen, und trotzdem geht das WLAN nicht!“)

(4) Ohne dass dies explizit ausgedrückt wäre, folgt Sachtechnik heute demselben Prinzip, das auch objektorientierter Programmierung zugrunde liegt: Kapselung. Die Idee ist, dass von Programmbestandteilen nur solche Daten verarbeitet werden, die auch wirklich nötig sind. Dazu zerlegt man Problem und Programm in Objekte, die miteinander nur über definierte Schnittstellen in Beziehung stehen. Eine Folge davon ist, dass Entwickler vielfach Objekte nutzen, deren inneren Aufbau sie nicht genau kennen. Wenn ich in einem Programm z.B. einen „Abbrechen“-Knopf anzeigen will, programmiere ich nicht die einzelnen Teile dieses Knopfes oder sorge gar dafür, dass er überhaupt angezeigt wird, sondern ich kopiere eine Vorlage (eine Klasse). Diese Kopie (ein konkretes Objekt) kann ich hinsichtlich Aussehen und Verhalten anpassen, indem ich vorhandene Schnittstellen verwende. Ich kann z.B. die Größe und die Farbe ändern, und ich kann auch festlegen, was nach dem Drücken des Knopfes passiert. Auf den inneren Programmcode und dazugehörige Daten aber habe ich keinen Zugriff. Darum spricht man von Kapselung. Systemtheoretisch würde man das als strukturelle Geschlossenheit bezeichnen; den Zugriff via Schnittstellen als strukturelle Kopplung.

(5) Wie bei objektorientierter Programmierung ist Sachtechnik insgesamt heute gekapselt: Wir können über bestimmte Schnittstellen bestimmte Eigenschaften eines sachtechnischen Artefakts beeinflussen, und über diese Schnittstellen werden von dem Artefakt auch bestimmte, hoffentlich wünschenswerte, Leistungen erbracht, aber es wird zunehmend erschwert, auf das Innere des Artefakts zuzugreifen oder es zu verändern. Ich kann auf meinem Tablet eine brauchbare Version von Word installieren, aber anders als beim PC früher kann ich nicht bestimmen, wo (in welchem Ordner) das Programm gespeichert wird. Ich kann an meinem PC das WLAN an- und ausschalten, aber anders als an meinem alten Laptop gibt es dafür keinen echten Schalter mehr. Und ich kann die Tür des WCs in den Zügen der ODEG zwar mit einem Drehknopf auf „offen“ und „geschlossen“ stellen, aber wenn die Türsoftware mal wieder nicht richtig funktioniert, geht die Tür auch bei „offen“ nicht auf (was dann immer zu heiterer Irritation der Fahrgäste führt).

(6) Eingriffe werden heute also entweder über Softwareoptionen auf einem Bildschirm vorgenommen, oder immerhin noch physisch realisierte Bedienelemente (Knöpfe, Schalter) haben keine ‚echte‘ Verbindung zu dem Effekt, den sie auslösen sollen. Das ist die Geschlossenheit von heute üblicher Sachtechnik.

III Ohnmacht

(1) Dass Sachtechnik kaputt geht, damit muss man rechnen. Vor Jahren verhielt sich mein damaliger Büro-PC immer instabiler, bis er irgendwann nicht mehr gestartet ist. Die Ursache konnten wir sehen, als unser Admin das Gehäuse aufgeschraubt hatte. Ein Kondensator auf dem Mainboard war geplatzt. Obwohl ich mich mit dem Zusammenwirken der kleinen Bauteile auf einem Mainboard nicht auskenne, war es beruhigend, eine klare Ursache zu sehen und dann entscheiden zu können: Ich brauche ein neues Mainboard. Ganz anders dies: Vor einer Weile startete das Smartphone meiner Frau nicht mehr. Selbst ein Akkutausch (das war bei diesem älteren Modell immerhin noch leicht möglich) führte zu keiner Reaktion. Wir wissen bis heute nicht, was die Ursache war, denn weiter als bis zum Akku war das Gerät nicht zerlegbar. Ob ein Tausch einer womöglich defekten Komponente nötig wäre, war nicht erkennbar. Es war eben kaputt, es gab keinen Weg, das selbst zu ändern. Letztlich wurde ein neues Smartphone angeschafft (bei dem nun nichtmal mehr der Akku austauschbar war).

(2) Wenn man bei technischen Störungen weder eine Ursache erkennen geschweige denn selbst eine Behebung der Störung herbeiführen kann, und wenn einem dann von Experten gesagt wird, dass statt einer Störungsbehebung gleich eine Neuanschaffung sinnvoller wäre, kann die Folge ein Gefühl der Ohnmacht sein.

(3) Das Gefühl der Ohnmacht geht auf Kontrollverlust zurück. Der Kontrollverlust besteht nicht nur im Moment der Störung. Die Störung macht uns vielmehr auch deutlich, dass wir womöglich nie die Kontrolle über das jeweils genutzte sachtechnische Artefakt hatten. Die Störung führt uns den geschlossenen, gekapselten Charakter heutiger Sachtechnik vor Augen.

(4) Wenn wir hier einmal voraussetzen, dass es neben rein körperlichen Wahrnehmungen auch leibliche Wahrnehmungen gibt, die empirisch belegt sind (vgl. Hermann Schmitz‘ Einführungsband Der Leib, 2011) für Grundlagen zu dem Thema und z.B. Stefan Volkes & Steffen Klucks Sammelband Körperskandale, 2017) für konkrete Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen), dann kann sachtechnikinduzierte Ohnmacht z.B. als diffus lokalisierbare sich ausbreitende (nieder)drückende Schwere wahrnehmbar sein, aber auch als vom sachtechnischen Artefakt ausgehend wahrgenommene engende Zuspitzung. Individuell sind natürlich auch ganz andere Beschreibungen für diese Phänomene denkbar.

(5) Schwere und Zuspitzung als Symptome von Ohnmacht wahrzunehmen, kann als unangenehm empfunden werden.  Sachtechnikinduzierte Ohnmacht führt daher nach Rainer Kuhlen (Die Konsequenzen von Informationsassistenten, 1999) in der Regel zu einer von vier möglichen Verhaltensweisen: (a) man verdrängt; (b) man sucht Hilfe; (c) man verweigert sich; (d) man wehrt sich. Empirische Belege dazu habe ich aus systemtheoretischer Sicht hier untersucht.

(6) Nur (b) bis (d) sind geeignet, Schwere und Zuspitzung aufzulösen: In (c) beschließt man, sich der Situation nicht mehr auszusetzen; in (d) wendet man sich den Auslösern aktiv und ggf. konstruktiv zu; in (b) sucht man sich jemanden, der das kann. Alles drei sind Strategien, die unangenehme leibliche Wahrnehmung zu beenden: (b) und (d) werfen epikritische Spitzen und protopathischen Druck auf deren Verursacher zurück; (c) entfernt den Auslöser ganz. Das bloße Ignorieren (a) hingegen mag kurzzeitig Befreien, führt aber eher zu einer späteren Wiederholung der Wahrnehmungen.

(7) Unangenehme leibliche Wahrnehmungen, die bei technischen Störungen auftreten, bedrängen; sie drängen zu einer Reaktion. Unser früherer Drucker im Arbeitszimmer brauchte wegen schlechten WLAN-Signals häufig ewig, oder reagierte erst gar nicht. Das war nicht nur metaphorisch als Druck spürbar (Zeitdruck, Arbeitsdruck), sondern macht sich auch leiblich entsprechend bemerkbar. Um das zu lösen, wendeten meine Frau und ich uns mal an das Gerät selbst (6, d: Neustart des Geräts; Neuverbinden des WLAN; Einstellungen ändern), mal aneinander (6, b: Den anderen bitten, etwas zu tun); dann wiederum sprachen wir davon, das Gerät komplett abschaffen und ersetzen zu wollen (6, c und d: Mittlerweile ist das geschehen; der Nachfolger hat kein WLAN und hängt per USB-Kabel am Computer). Nur selten gaben wir frustriert auf und ignorierten die Störung für den Moment (6, a).

(8) Tendenziell versprechen (6, b) und (6, d) die besten Aussichten, die unangenehme leibliche Wahrnehmung zu beenden. Allein, die Eingriffsmöglichkeiten sind begrenzt, und selbst mit Hilfe kann eine Störung nicht immer beseitigt werden, sodass am Ende doch die Verweigerung (6, c) als letzter Ausweg dient.

IV Stecknadeln

(1) Anfang der 1990er Jahre bekam ich einen KC85/3 — das war ein Computer aus DDR-Produktion, mit dem man nur dann etwas Sinnvolles konnte, wenn man sich mit seinem inneren Aufbau und seiner Peripherie beschäftigte. Neben spielen und programmieren wollte vor allem schreiben und drucken. Dazu bekam ich später einen K6304-Thermodrucker, ebenfalls ein DDR-Gerät. Die Schnittstelle des K6304 war nicht für meinen Computer vorgesehen; beide benutzten als Übertragungsstandard zwar V.24/RS232, aber das Anschlusskabel passte nicht: Am KC85 hatte ich eine runde Dioden-Buchse (ich glaube, 5polig), der K6304 hatte jedoch eine 25polige D-Sub-Buchse. Dank des Nutzer(!)handbuchs von Computer und Drucker erkannte ich schließlich, dass nur die Form der Stecker unterschiedlich war. Die einzelnen Anschlusspins auf jeder Seite ließen sich verbinden, und schon wurden die richtigen Daten an der richtigen Stelle übertragen — der Drucker funktionierte. Das war mit meinen zwölf Jahren damals ein ziemlich cooles Erlebnis. Als es etwas später zu einer Störung kam, konnte ich sehen, dass eine der Adern nicht mehr richtig mit dem entsprechenden Pin verbunden war. Als das korrigiert wurde, ging alles wie gewohnt.

(2) In den späteren Jahren wurden Anschlussstandards vereinigt. USB setzte sich durch. Am USB-Stecker konnte ich nicht mehr sehen, was über welchen Kontakt übertragen wurde, denn das war nun softwareseitig bestimmt und in den normalen Nutzerhandbüchern nicht mehr dokumentiert.

(3) Und nun der WLAN-Drucker. Jetzt war gar keine sichtbare physische Verbindung mehr zwischen Computer und Drucker vorhanden. Das Nachvollziehen, warum „er nicht mehr druckt“, verlangte jetzt immer abstraktere Vorstellungen, die den vielfältigeren möglichen Störungsursachen Rechnung trugen: War die Software im Drucker oder im Computer abgestürzt? War das WLAN-Signal gestört? Hat der Drucker eine IP-Adresse erhalten? Oder war der Drucker eben doch nur „einfach scheiße“?

(4) „Nein, ist der Drucker nicht“, sagte ich dann, „Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass … WLAN-Kanal … Sendeleistung …“, und dann war ich still. Obwohl ich eine recht gute Vorstellung vom Zusammenspiel der beteiligten Systeme habe, fand ich es doch ermüdend, das in Worte zu fassen, insbesondere, weil es das Problem nicht behob. Vielleicht hätte ich zu den Nachbarn gehen und deren störende WLAN-Netze ausschalten sollen, aber das war natürlich keine Option.

(5) Für den Moment befreiend ist es in solchen Momenten, physisch auf die Geräte einzuwirken. Bleiben wir beim Router, der das WLAN erzeugt, in das der Drucker eingewählt ist. Da, wie erwähnt, kaum direkte Eingriffsmöglichkeiten bestehen, ist es im einfachsten Fall das Steckerziehen, und wenn das nicht hilft, das Zurücksetzen des Routers auf den Auslieferungszustand. Obwohl man auch da nur einen elektronischen Schalter betätigt, ist der immerhin so gestaltet, dass seine Bedienung dem eigenen leiblichen Zustand entspricht. Weil er winzig klein und in einem Loch versteckt ist, braucht man eine Nadel, einen Zahnstocher, eine aufgebogene Büroklammer oder einen ähnliche spitzen Gegenstand, um ihn zu drücken. Man muss auch etwas länger drücken, damit der Router auch wirklich den gewünschten Werksreset durchführt.

(6) Leiblich gesprochen, wird der Geschlossenheit von Technik epikritisch entgegengewirkt. Die niederdrückende Schwere der Ohnmacht wird aufgelöst, indem man sich auch wortwörtlich zuspitzend dem Verursacher zuwendet. Dass Resetknöpfe meist hinter einem Loch liegen, ist ein schönes körperliches Sinnbild dafür. Man piekst in das Gerät, die scheinbar einzige zugängliche Stelle, und obwohl man damit wohl auch nur eine Softwareaktivität auslöst, hilft diese Handlung, unangenehme leibliche Auswirkungen zu kompensieren.

(7) Der Reset schafft ein befreiendes, fast optimistisches Gefühl. Gerade auch im Gespräch mit verzeifelten, nicht so technikaffinen Menschen, denen man in solchen Situationen helfen will (z.B. Freunde und Verwandte, aber auch Kunden, die bei einer Support-Hotline anrufen) kann so ein Werksreset die drückende angespannte Atmosphäre lösen. Man schafft reinen Tisch. „Es“ hat ja früher mal funktioniert und mit einem Werksreset besteht Hoffnung, diesen reinen Urzustand wiederherzustellen. Mitunter löst es sogar das Problem.

(8) Mitunter. Nicht immer, und nichtmal meistens. Denn schnell stellt man fest: Trotz Werksreset hat sich am Problem nur wenig geändert. „Dann ist er wohl kaputt, der Router“. Wenn Technik das ist, was funktioniert, wie Luhmann sagte, dann kann man das wohl so sehen. Obwohl hard- und softwareseitig kein objektiv benennbarer Defekt vorliegt, und die Ursache wahrscheinlich nicht im Feld des einen sachtechnischen Artefakts liegt, sondern im Zusammenspiel der beteiligten Technologien. Aber es ist der nächste beruhigende Schritt, einen Schuldigen zu suchen.

Fortsetzung folgt.

Schreibwerkzeuge

Ich schreibe ja „ab und zu“ Texte, wobei das wohl eher ein „zu“ als ein „ab“ ist, so wie in „mehr oder weniger“ und „früher oder später“. Diesen Text hier schreibe ich, damit ich was schreibe. Wenn ich jedenfalls was schreibe, benutze ich dafür verschiedene Werkzeuge, und ich finde ganz interessant, welche Mischung sich da im Laufe der Jahre so entwickelt hat.

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Gerade tippe ich auf einem alten Laptop von Fujitsu-Siemens, einem „Lifebook“ E8020, das 2009 rauskam. Von Größe und Gewicht her würde ich das Ding eher nicht als „book“ bezeichnen; Foliant trifft es eher. Dieser unverwüstlich wirkende Computer (sogar noch mit PS/2-, IEEE 1284- und RJ-11-Schnittstellen, sowie physischem Schalter zum Ausschalten des 802.11b/g-WLAN) ist ein ausrangiertes Gerät einer nicht mehr existenten Forschungsgruppe meiner früheren Uni, in der ich mehrere Jahre und bis zur Auflösung von Gruppe und Büros sehr gerne gearbeitet habe. Vermutlich spielt also auch etwas Nostalgie eine Rolle, wenn ich es benutze. Allerdings ist es zum Schreiben ideal. Die Tastatur kommt nicht ganz an die frühen ThinkPads heran, gefällt mir aber besser als heute übliche Notebook-Tastaturen. Der Bildschirm bietet mit seinen 1400×1050 Pixeln genug Platz gerade auch in der Vertikalen, was einige Vorteile gegenüber Widescreen-Monitoren hat. Als Betriebssystem habe ich ein halbwegs performantes Linux installiert (Lubuntu 17.04 mit Xfce 4.12), zum Schreiben nutze ich FocusWriter und LibreOffice. Als ich neulich auf dem DeLFI-VR/AR-Workshop in Chemnitz war (Vortrag zu Flugsimulation und Virtual Reality), und direkt danach beim FS MAGAZIN im Schwarzwald, hatte ich diesen Laptop dabei. Sein Gewicht fühlte sich nicht ganz zeitgemäß an, aber meiner Produktivität kam er sehr zugute.

20171014_101330Wenn es etwas leichter sein soll, benutze ich ein Samsung GalaxyTab A 8.0 (2017) in goldfarbener (*hüstel*) Schutzhülle, auf dem die mobilen Android-Versionen von Word und OneDrive laufen, ergänzt durch iA Writer. Weil auf dem Tablet leider auch Netflix, diverse Spiele (aktuell PlaneScape Torment und Elder Scrolls Legends) sowie Apps zum Musikmachen (v.a. G-Stomper Studio, was ein katastrophales User Interface, aber einen großen Funktionsumfang hat) installiert sind, hat sich das Gerät trotz (farblich überhaupt nicht passender) Bluetooth-Tastatur (ja, böses Bluetooth) leider als nicht sehr effektiv zur Steigerung meines Textoutputs erwiesen — außer bei Zugfahrten oder beim Rumhängen im „Square“ (sehr angenehmer Coffeeshop, der 2017 am Hasselbachplatz eröffnet wurde).

20171014_101149Tja, und dann sind da diverse echte Notizbücher aus Papier. Notizbücher und Taschenkalender fand ich schon als Kind toll. Meine derzeitigen haben alle unterschiedliche Funktionen und werden mit unterschiedlichen Stiften verwendet. Schnelle Notizen zwischendurch landen seit einer Weile in einem Notizbuch, das in Design und Papierart der Suhrkamp-Wissenschaftsreihe entspricht. Ehrlich gesagt war es mir schon wenige Minuten, nachdem ich es damals gekauft hatte, etwas peinlich, das Ding zu benutzen, weil es so plakativ ist. „Da, schaut alle her, meine Notizen sind so schlau, die könnten auch bei Suhrkamp erscheinen! … *kurzes Schweigen* … Und deswegen bin ich auch gerne Werbeträger für den Verlag, indem ich dieses Buch benutze!“ Das gewollt-intellektuelle Zitat des Notizbuch-Junkies Walter Benjamin auf der Rückseite („Laß dir keinen Gedanken inkognito passieren und führe dein Notizheft so streng wie die Behörde das Fremdenregister“) passt irgendwie gar nicht zu einigen der Inhalte („Toilettenpapier!!“). Das kann man eigentlich nur mit Ironie ertragen, aber seit Donald Trump ist Ironie auch nicht mehr cool.

20171014_101130Wesentlich neutraler ist das schwarze Buch von brepols mit den abgeschrägten Ecken (die mich an Battlestar Galacticas Papierformat erinnern). Das habe ich diesen Sommer in Amsterdam gekauft, nebst passendem Stift. Es dient mir zum Erstellen von Listen (Artikel und Bücher, die ich mal lesen will; Ideen für Texte, usw.), Zeichnen von Mind Maps zum Sortieren von Ideen, sowie zum Schreiben kurzer Entwürfe für Einleitungen, Abstracts, oder andere kurze zusammenhängende Gedanken, aus denen mal was werden könnte. Aber … so nützlich das ist, ich glaube, die wesentliche Funktion dieses Buches ist es, mich an den Urlaub zu erinnern, in dem ich es gekauft habe.

20171014_101450So, und zum Schluss gibt es noch ein Clipbook von Filofax. Das hat mir vor ein paar Jahren mein Schätzelein geschenkt und ist (zusammen mit dem kupferfarbenen Kugelschreiber „Horizon“ von OHTO) zum Exzerpieren gedacht, auch wenn ich da zwischenzeitlich noch lauter anderes Zeug reingeschrieben hatte (das war, bevor Suhrkamps „Notizen“ in mein Leben traten). Zurzeit tummeln sich darin Exzerpte zu Jan Assmann, Jean Baudrillard, Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Lambert Wiesing und Bernhard Waldenfels, insbesondere letzterer wird dank zweier kürzlich neu erworbener Bücher (neulich, als das Schätzelein und ich in Berlin festsaßen, wegen des Sturms) sicher noch ein paar mehr Seiten bekommen.

Zwei Computer — drei Notizbücher: Das sind die Werkzeuge, mit denen ich Ideen, Gedanken und Textfragmente durcheinanderwürfle und hoffe, dass am Ende was Interessantes bei rumkommt. Letztes Jahr war das mein Essay zur „Form des Virtuellen„; dieses Jahr erscheint mein „Head Canon„-Essay (in mehreren Teilen, ab Oktober bei Telepolis), und im November präsentiere ich einen Beitrag auf dem Symposium „Perspektiven der Fotografie“ in Würzburg. Und dann? Schau’n mer mal. Es stecken ja genug Schreib-Aufforderungen in den Notizen, und durch das Schreiben dieses Blogeintrags hat sich auch tatsächlich sowas wie ein Schreib-Flow entwickelt — Ziel erreicht.